Die nächsten 100 Jahre im Blick.

Wie sieht das Motorrad von morgen aus?

Zum hundertsten Geburtstag der BMW Group wandert der Blick zurück zu den nostalgischen Anfängen des Reitwagens und in die Zukunft, wo die Rolle des Motorrads in einer zunehmend digitalen Welt völlig neu definiert wird.

Wir schreiben den 7. März 1916. In der Lerchenauer Straße im Münchner Norden nimmt die Bayerische Flugzeugwerke AG den Betrieb auf. Drei Jahre später stellt Zeno Diemer mit dem Reihensechszylinder-Motor BMW IV den Höhenflugweltrekord von 9.760 Metern auf.

Ein Höhenflug der bis dato kleinen Fabrik, der sich später in weiteren Fahrzeugsegmenten fortsetzen sollte. Nach der Umfirmierung in die Bayerische Motoren Werke AG widmet sich das Unternehmen bald der Entwicklung des ersten Motorrads – lange bevor es den Automobilsektor betritt.

Der Motor als zentrales Element.

Fern jeglicher Konventionen sollte sich das BMW Motorrad jedoch nicht an der Geometrie des Fahrrads orientieren. Der Motor stand im Mittelpunkt. Und um ihn herum konstruierten Max Friz und sein Team konsequent die BMW R 32.
Ihre Glanzpunkte: ein Zweizylinder-Boxermotor mit quer zur Fahrtrichtung angeordneten Zylindern, ein direkt an den Motor angeblocktes Schaltgetriebe und eine Kraftübertragung über eine Welle. Allesamt Merkmale, die bis heute für BMW Motorräder mit Boxer-Motor charakteristisch sind.
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Die BMW R 32 – das erste Motorrad von BMW.

Die BMW R 32.

Ein Sportler für die unwegsamen Straßen der 20er. Mit der BMW R 32 prägte BMW die Branche maßgeblich. Angesichts der staubigen Schotterpisten, auf denen man sich seinerzeit bewegte, machte vor allem der verschleiß- und wartungsarme Wellenantrieb von sich reden. Gleichzeitig schätzten die Motorradfahrer bereits damals das sichere und dennoch sportliche Fahrverhalten.
Die BMW R 32 etablierte sich mit ihrem aufwändigen Konstruktionsprinzip als Premium-Produkt und die Marke BMW als Hersteller hochwertiger Touren- und Sportmotorräder. USA, Südamerika, Südafrika, Asien – die internationale Nachfrage stieg und 1928 wurden im Werk in München fast 5.000 Motorräder gefertigt.
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Der erste Rennerfolg ließ nicht lange auf sich warten. Im Februar 1924 gewann Rudolf Schleicher mit der BMW R 32 das Bergrennen auf der Mittenwalder Gsteig. 1937 stellte BMW Werksfahrer Ernst Henne auf einem vollverkleideten BMW Motorrad mit Kompressoraufladung den letzten seiner zahlreichen Weltrekorde auf: Seine Bestmarke von knapp 280 km/h sollte erst 14 Jahre später geknackt werden. 1939 holte Georg „Schorsch“ Meier mit einer BMW Kompressor-Rennmaschine den Sieg bei der legendären Tourist Trophy auf der Isle of Man – dem ältesten Motorradrennen der Welt.
Der Brite Jock West, ebenfalls BMW Fahrer, wurde Zweiter. Später feierte BMW Motorrad Erfolge bei der Deutschen Motorradmeisterschaft, der Seitenwagenweltmeisterschaft oder der Rallye Paris-Dakar. Mit dem Hype im Motorradsport wurde das Motorradfahren zum leidenschaftlichen Freizeitvergnügen und die Reise-Enduro BMW R 80 G/S zum Verkaufsschlager. Die Maschine war der Vorreiter der populären GS-Reihe der Reise-Enduros, die bis heute auf und neben der Straße für Freude am Fahren sorgen.
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Die Erkenntnisse aus den vergangenen Jahrzehnten beflügeln das Unternehmen beim Blick auf das nächste Jahrhundert. Ingenieurskunst, Kreativität und Pioniergeist münden in der Gestaltung einer nachhaltigen, konsequent auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichteten individuellen Mobilität. Bereits heute hat BMW Motorrad über 20 Modelle im Sortiment, die erahnen lassen, wohin die Reise geht – darunter den Elektro-Maxi-Scooter BMW C evolution.
Wie das Motorrad der Zukunft letztendlich aussehen wird? Die Gestalter bei BMW Motorrad haben eine Vision, die am 11. Oktober in Los Angeles anhand eines Vision Vehicles greifbar wird. Einen Vorgeschmack auf das Visionsmotorrad gab es bei der Auftaktveranstaltung zu THE NEXT 100 YEARS am 7. März in der Olympiahalle München. Dort feierte bereits das erste von vier Visionsfahrzeugen Weltpremiere.
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