Racer goes Club Style.

LA Speed Shop stellt nineT auf den Kopf.

Wenn es um Chopper und Bobber geht, ist Chris Richardson vom LA Speed Shop einer der fähigsten und anerkanntesten Customizer in den USA. Er hat das Styling einer BMW R nineT Racer umgekrempelt. Entstanden ist ein charaktervolles Custom Bike, das vom kalifornischen Club Style inspiriert ist und sich nahtlos in die Reihe der Soulfuel Bikes einfügt.

Ein Hauch von Club Style.

Ein Hauch von Club Style.

Die Messlatte hängt hoch: Chris Richardson vom LA Speed Shop gerät ins Grübeln, als er die BMW R nineT Racer in seiner Werkstatt auspackt. „Wie soll ich das Bike besser aussehen lassen, als es bereits der Fall ist?“. Chris muss ganz systematisch vorgehen, damit das Soulfuel Bike entstehen kann. Das bedeutet: Alles an dem Motorrad baut er ab, so dass nur noch der Rahmen mit Motor und den Rädern vor ihm stehen. Der Customizer geht einen Schritt zurück, betrachtet die Racer. In diesem Augenblick beginnt sein Kopfkino – alles, was er umbauen oder ändern möchte, spielt er in Gedanken durch.

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Steckbrief

Bike

Los Angel Flyer

Schmiede

LA Speed Shop

Customizer

Chris Richardson

Bau/Umbau

2018/2019

Kategorie

Cafe Racer / Club Style Bike

Wenn Du Dir mein Bike ansiehst, willst Du damit unbedingt Burnouts und Wheelies auf der Straße machen.

Chris Richardson

LA Speed Shop

Ein schlanker Bayer im US-Style.

Es ist ganz offensichtlich: Chris schraubt in erster Linie an Harleys herum. Dieser Einfluss soll auf den bayerischen Zweizylinder abfärben. Insbesondere der Club Style dient ihm als Inspirationsquelle – charakteristisch sind höhere Lenker, Verkleidungen und erhöhte Fußrastenanlage. Diesen Style haben einige Motorradclubs in Kalifornien beliebt gemacht haben. Chris steht auf Minimalismus und kreiert am liebsten schlanke und stromlinienförmige Bikes. Um an seinen Regeln festhalten zu können, muss er insbesondere den Tank der R nineT Racer modifizieren. Ein Geduldsspiel. Zahlreiche Schritte sind zu machen, bis er die finale Form erhält – den niedrigen Teil des Tanks verlängert er, damit er sich besser an die Rahmenlinie anpasst.

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Neuer Look mit neuen Parts.

Neuer Look mit neuen Parts.

Eine wesentliche Änderung nimmt Chris am Heck des Motorrads vor und verleiht ihm einen unvergleichlichen Akzent: Er verbaut den Fender einer Harley Davidson, die Verstrebung hierzu baut er selbst. Zudem bedient sich der Customizer an Teilen von BMW Motorrad, setzt etwa die Vordergabel einer Urban G/S ein, weil sie länger ist und verwendet auch deren 19-Zoll-Vorderrad. Nicht zuletzt ändert sich die Optik, weil er den Scheinwerfer höher platziert. Verkleidungsteile aus Fiberglas unterstreichen den neuen Look des Club Style Bikes, die er selbst anfertigt – ebenso die Sitzschale, die er von JP Custom Seats beziehen lässt.

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Customizer verlässt Komfortzone.

Customizer verlässt Komfortzone.

Vermutlich ist ein Customizer in seinem Beruf niemals wirklich bequem. Für den Umbau des Bikes wagt Chris jedenfalls Neues und denkt in verschiedene Richtungen. „Ich musste meine Komfortzone verlassen, da ich üblicherweise traditionelles Customizing für Harleys mache. Das Projekt bedeutet mir sehr viel. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, ein BMW Motorrad umzubauen“, erzählt der enthusiastische Schrauber aus LA. Soulfuel Bikes hält er für eine feine Sache. „Als Customizer habe ich die einmalige Chance, meine völlig eigene Interpretation der R nineT Racer zu kreieren. Und der Umbau hat mir eine neue Perspektive auf andere Motorradhersteller ermöglicht.“

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Die Meinung der Kunden zählt.

Chris macht keinen Hehl daraus, dass er sich am liebsten in seiner Werkstatt befindet. „Manchmal bin ich 12, 13 Stunden in meinem Workshop.“ Mitarbeiter hat er keine, die anfallenden Aufgaben erledigt er komplett selbst. Chris fertigt Teile an, kümmert sich um die gesamte Mechanik am Motor – er ist Customizer und Reparaturwerkstatt zugleich. Und er hört seinen Kunden zu, philosophiert und diskutiert mit ihnen über seine Arbeit. „Es geht mir nicht darum, dass ich mich beeile, ein Projekt einfach abhake und vergesse.“ Bei jedem Auftrag entwickelt Chris ein besonderes Verhältnis zu seinen Umbauten. Bis zur fertig umgebauten R nineT Racer vergehen rund fünf Monate, das Bike bekommt die Öffentlichkeit erstmals auf der Handbuilt Motorcycle Show in Austin/Texas zu Gesicht.

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Das Bike im Detail

Rahmen

Serie

Bodywork

Tank modifiziert; Sitzschale: aus Fiberglas von LA Speed Shop; Sitzpolster: JP Custom Seats; Hinterer Kotflügel: Harley Davidson FXR; Kotflügelstreben: LA Speed Shop; Seitenverkleidung: LA Speed Shop; Frontverkleidung: modifiziert

Vorderradführung

Gabel und 19-Zoll-Vorderrad von der R nineT Urban G/S; Lenker: LA Speed Shop

Hinterradführung

Serie

Auspuff

Endstück: Thunderheader Exhaust System

FREIZEIT, FAMILIE UND FRISTEN

Als gäbe es nichts selbstverständlicheres: Schon in jungen Jahren schraubt Chris an Motoren. „Zum Glück hatte ich einen Großvater und einen Vater, die mir halfen, sehr viel zeigten und mich ermutigten“, erinnert sich der heutige Customizer. Seine Freizeit verbringt er damit, Autos, Enduros und andere Bikes in der Familiengarage zu reparieren. Nachdem er heiratet und in sein eigenes Haus zieht, verbringt er immer noch die meiste Zeit damit, an Projekten zu arbeiten – diesmal jedoch in seiner eigenen Garage. Ein paar weitere Umbauten entstehen, schließlich setzt er auf volles Risiko und gründet sein eigenes Unternehmen, das Oldtimer und Motorräder individualisiert. Offensichtlich hat er das Richtige getan. Das Geschäft expandiert. Insbesondere nachdem Chris auf großen Motorradmessen Preise gewinnt und die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Damit ist er glücklich: „Ich kann das tun, was ich liebe – selbst bei verrückten Fristen und langen Arbeitstagen.“

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