Heul doch.

Mit Coyote gelingt Fuel Motorcycles ein harter Hund fürs raue Gelände.

Er gilt als gewitzt und anpassungsfähig. Ein echt harter Hund und Überlebenskünstler, der auf jedem Terrain unbeeindruckt unterwegs ist. Selbst in der Wüste ist sein wildes Gejaule zu hören: Der Kojote hat den spanischen Customizer Karles Vives von Fuel Bespoke Motorcycles fasziniert und dazu inspiriert, den Umbau einer R nineT Urban G/S nach dem Raubtier zu benennen.

Steckbrief

Bike

Coyote

Schmiede

Fuel Bespoke Motorcycles

Customizer

Karles Vives

Basis

R nineT Urban G/S

Bau/Umbau

2017/2018

Kategorie

Scrambler

Leicht, klassisch, aggressiv.

Leicht, klassisch, aggressiv.

Von nichts kommt nichts. Deswegen braucht Customizer Karles Vives einige Designentwürfe bis er zufrieden ist. Doch final bedeutet noch lange nicht final. Mag das Design feststehen, so ist alles andere eine Frage der Teile, die Karles im nächsten Schritt besorgen und gegebenenfalls anpassen muss. Da gibt es schon mal Abweichungen von der ursprünglichen Idee. „Aber das Endergebnis ist sehr nah dran am Designentwurf“, erzählt der Spanier zufrieden über seinen R nineT G/S-Umbau. Innerhalb von fünf Monaten hat er mit seinem Mechaniker Claudio und einigen involvierten Spezialisten das Bike Coyote kreiert, das sich Karles am liebsten selbst in seine Garage stellen würde. „Ich mag die Form des Motorrads. Es ist viel leichter, es sieht klassisch und aggressiv aus.“ Coyote ist bewusst an jene 50er-Jahre-Bikes angelehnt, auf denen hartgesottene Fahrer in den amerikanischen Wüsten unterwegs waren – nämlich auf umgebauten Straßenmotorrädern, die offroadtauglich gemacht wurden. Typische Merkmale sind der hochgelegte Auspuff – damit er vor umherfliegenden Steinen geschützt ist – ein Motorschutz und eine hohe Sitzbank, die den Fahrer über endloslange Strecken durchs raue Gelände bringt.

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Es kommt häufiger vor, einen Kojoten zu hören, als ihn zu sehen.

Karles Vives

Fuel Bespoke Motorcycles

Alles auf Linie.

Alles auf Linie.

Die größte Herausforderung für Karles liegt im Tankumbau. Ein kleinerer, leichterer muss her – die Customizer modifizieren den Tank einer alten Suzuki GT 250. Dieser passt nur, weil die originale Benzinpumpe abgebaut und an anderer Stelle befestigt wird. Zusätzlich installiert sein Team einen Hilfsgastank, um die Gaspumpe darin unterzubringen, die mit dem Hauptkraftstofftank verbunden ist. Und eine zusätzliche Konstruktion ist notwendig, um Tank und Sitzbank auf einer Höhe und einer Linie anzubringen.

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Auch im hinteren Teil modifizieren die Macher von Fuel Bespoke Motorcycles den Rahmen, montieren einen Heckbügel, um dem Motorrad einen klassischen Scrambler-Look zu geben. In diesen Look fügt sich passend die aus Natur- und Wildleder bezogene Sitzbank ein. Der Hollywood-Lenker, der kleine Scheinwerfer einer klassischen spanischen Enduro mit Gitterschutz und Schutzbleche aus Chrom verpassen dem Coyote einen unvergleichlichen Reiz. Krümmerrohre und Auspuff sind handgefertigt. Mini-LED-Blinker, Fußrasten von SW Motech und Zylinderkopfhauben im Retrolook von BMW Motorrad komplettieren die umgebaute R nineT Urban G/S. Die Customizer haben mit der einstellbaren hydraulischen Kartusche für die Vordergabel von Andreani und dem hinteren Stoßdämpfer von Öhlins (46 DRL BM 641) das Fahrwerk optimiert. Für den Einsatz auf der Straße und im Gelände entschied sich Karles für die Bereifung Continental TKC 80 – quasi die Allzweckwaffe für jeden Untergrund.

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Das Bike im Detail.

Rahmen

Modifizierter Standardrahmen, Heckbügel

Bodywork

Tank der Suzuki GT 250, Sitzbank mit Natur- und Wildleder bezogen, Chrom-Schutzbleche

Vorderradführung

Hydraulische Kartusche von Andreani

Hinterradführung

Öhlins 46 DRL BM 641

Auspuff

Handgefertigte Krümmerrohre und Auspuff  

Paint

Grundfarbe weiß – mit Farbkombination in Rot, Blau, Gelb und Schwarz

Motor

K&N Luftfilter  

Lenkbereich

Hollywood-Lenker  

Große Abenteuer erleben.

„Wir lieben den Look alter Dirt Bikes“, erzählt Karles, der im Sommer 2011 mit dem Umbau alter Boxer zu Scrambler und Dirt Track Bikes begann. Sein allererstes Projekt war eine BMW R 100 RT. Die Hauptidee: ein komfortables Bike mit coolem Aussehen zu kreieren – mit dem Ziel, nicht viel Geld auszugeben. „Ich habe mich für den Scrambler-Stil entschieden. Es ist ein perfektes Bike, mit dem Du große Abenteuer erlebst, weil Du es auf jeder Art von Straßen fahren kannst.“ Somit war die R 100 Scram geboren und die Firma Fuel Bespoke Motorcycles begründet. Seitdem hat Karles das Team mit professionellen Ingenieuren erweitert und arbeitet mit ausgewählten Farbspezialisten, und Schweißern zusammen, um in Bezug auf Mechanik und Design ein Produkt auf höchstem Niveau herzustellen. Einmal im Jahr organisiert er eine Reise nach Afrika für nostalgische Scrambler-Fahrer: Die „Scram Africa“ führt die Teilnehmer rund 2000 Kilometer durch Marokko. Das wäre auch ein ideales Terrain für Coyote. Das Bike heult schon. Au-uuuh!

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Treibstoff für Deine Seele.

R nineT-Umbauten von den bekanntesten Customizern.

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