Zwei Räder, zwei Familien.

Wie die GS das Leben von Faizal Sukree veränderte.

Was als Weltreise begann, führte zur Teilnahme an der International GS Trophy, zur Zertifizierung als Offroad-Instruktor und zum Erhalt des Status als International Tour Guide. Der malaysische Biker Faizal Sukree berichtet, wie die BMW Motorrad Familie ihm die Tür zu einer völlig neuen Welt voller Abenteuer geöffnet hat.

Familienbande.

Familienbande.

Seine Familie ist Faizal Sukree sehr wichtig. Der 40-Jährige ist Vater zweier erwachsener Kinder und arbeitet zusammen mit seinem Bruder, seiner Schwester und Vater im familieneigenen Automobilbetrieb. Doch so tief er auch in seiner Familie verwurzelt ist – seine Wanderlust und sein Wille, die Welt auf zwei Rädern zu entdecken, treibt ihn zu neuen Abenteuern. „Ich liebe es, über Land zu reisen und ich liebe es, mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Alles begann im Jahr 2012: Damals verschifften ein paar Freunde und ich unsere Bikes nach Istanbul, um von dort aus quer durch Europa zu fahren. Diese Erfahrung war atemberaubend und ich stellte schnell fest, dass mich das Reisefieber schwer gepackt hat. So bekam ich schon bald nach unserer Rückkehr große Lust, eine Weltreise zu unternehmen.“

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Früher habe ich immer gesagt, dass das Reisen mein Leben verändert hat, aber inzwischen weiß ich, dass es vielmehr die GS ist, die mein Leben verändert hat.

Faizal Sukree

Am 15. Juni 2013 verließ Faizal zusammen mit fünf Freunden seine Heimatstadt Kuala Lumpur und fuhr von der Hauptstadt Malaysias bis ins Vereinigte Königreich: Von dort aus verschiffte die Truppe ihre Bikes nach Buenos Aires, flog ihnen hinterher nach Argentinien und fuhr dann so weit nach Süden, wie nur möglich – bis nach Ushuaia –, ehe sie schließlich zu einer 14 Monate langen Tour quer durch Süd- und Nordamerika bis nach Kanada aufbrach. Hier trennte sich die Gruppe, da für seine Freunde die Zeit gekommen war, ins normale Leben zurückkehren – nicht jedoch für Faizal: Er genoss die Zeit so sehr und war noch nicht bereit, heimzukehren. „Ich bin einfach immer weitergefahren, bis nach Prudhoe Bay in Alaska und anschließend erneut durch die USA. Die Reise sollte jedoch auch hier noch nicht zu Ende sein, also verschiffte ich mein Bike nach Neuseeland und verbrachte einen Monat dort, bevor ich für ein paar Wochen Australien unsicher machte. Anschließend ging es nach Norden, um Indonesien zu entdecken, ehe ich mich auf den Weg nach Hause machte. Erst in Malaysia habe ich festgestellt: Ich hab’s tatsächlich geschafft, ich bin mit meiner BMW einmal um die Welt gefahren. Und es fühlte sich fantastisch an.“

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Er bekommt einfach nicht genug.

Er bekommt einfach nicht genug.

Zurück in seiner Heimat wurde Faizal von einer Gruppe BMW Motorradfahrer gefragt, ob er sie nicht als Guide auf einer Tour durch Europa begleiten wolle, um die BMW Motorrad Days 2015 in Garmisch-Partenkirchen in Deutschland zu besuchen. Natürlich ließ er sich nicht zweimal bitten. Nach dem Event in Garmisch-Partenkirchen trat die Gruppe ihren Heimweg an – nicht jedoch Faizal: Er blieb einfach auf seiner GS sitzen und hakte unter anderem Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, die Balkanländer, Skandinavien und das Vereinigte Königreich auf seiner Liste ab. Nach vier Jahren, sechs Kontinenten, 72 Ländern und 171.080 Kilometern lieferte er seine F 800 GS letzten Endes bei einer Spedition in Manchester ab und machte sich auf den Weg zum Flughafen, um am anderen Ende der Welt von seinem Vater in Empfang genommen zu werden. „Er wollte unbedingt, dass ich zum Familienbetrieb zurückkehre, und wollte sicherstellen, dass ich diesmal auch endgültig hier bleibe“, erzählt Faizal mit einem Zwinkern. „Als ich damals auf die Idee für die Tour gekommen war, erklärte ich ihm, dass jetzt der ideale Zeitpunkt sei: Ich war jung und ich hatte das Geld und die Energie für neue Abenteuer. Ich sagte jedoch auch, dass ich zwei Jahre lang unterwegs sein werde – im Endeffekt waren es jedoch vier, daher war es wohl an der Zeit, wieder nach Hause zu kommen.“

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Noch eine Familie.

Noch eine Familie.

Faizals Familie hatte ihn bei seiner Rückkehr mit offenen Armen empfangen. Er ist aber auch stolz, Teil einer weiteren Familie zu sein – der weltweiten BMW Motorrad Familie. Und auch wenn er lange von Zuhause weg und auf allen Kontinenten unterwegs war, konnte er diese Zeit sinnvoll nutzen. So qualifizierte Faizal sich für die Teilnahme an der International GS Trophy 2016 für das Team Südostasien, bildete sich zum zertifizierten Offroad-Instruktor weiter und erlangte sogar den Status eines International Tourguide. Als nächstes stehen auf seiner Tagesordnung der Bau eines offiziellen Enduro-Parks in Malaysia, die Eröffnung einer zertifizierten Offroad Academy und der Aufbau eines Touring Centres mit einer Flotte an Mietmotorrädern von BMW. „Das wird sicher eine spannende Zeit. Malaysia hat eine große BMW-GS-Fangemeinde. Anfang des Jahres hatte ich bereits als Guide zehn BMW-Biker auf einer 50-tägigen Tour durch Südamerika begleitet. Mit einer anderen Gruppe werde ich im September Europa bereisen.“

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Eine unbezahlbare Erfahrung.

Eine unbezahlbare Erfahrung.

In ganz Asien erfreuen sich Motorräder von BMW immer größerer Beliebtheit – nicht zuletzt weil 2016 die International GS Trophy zum allerersten Mal in Thailand ausgetragen wurde. Wie viele seiner Landsleute hat auch Faizal die Erfolgsgeschichte der Trophy über Jahre hinweg mit großem Interesse verfolgt. Im Laufe der Zeit hatte Faizal zahlreiche GS Bikes in seiner Garage stehen, von 650ern und 800ern bis hin zu 1200ern, und hatte seit jeher das Ziel, sich einen Platz in der Trophy zu ergattern – falls nur jemals ein Team aus Asien antreten sollte. Als er hörte, dass die GS Trophy zum ersten Mal mit einem „regionalen“ Team auf asiatischem Boden ausgetragen würde, wusste Faizal, er muss dabei sein. Und seine Teilnahme zahlte sich aus: Er kämpfte sich bis in die internationalen Finalrunden in Thailands „Goldenem Dreieck“, wo er gegen 18 Teams aus aller Welt antrat. Dies war für ihn eine Erfahrung, die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist – und eine, die sein Leben verändern sollte.

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Auf diese Community ist Verlass.

Auf diese Community ist Verlass.

Bis dahin hat Faizal jedoch noch eine Menge zu Hause zu tun. Etwa 100 Freunde von ihm sind mit ihren Bikes von Malaysia nach Thailand angereist, um Faizal am letzten Tag der GS Trophy anzufeuern. Viele von ihnen flehen ihn nun geradezu an, Training-Sessions mit ihnen abzuhalten, damit auch sie fit für die nächsten Qualifikationsrunden für den internationalen Wettbewerb sind, das 2018 in der Mongolei ausgetragen wird. Und genau darum geht es in der GS Community: Selbst bei Solotrips rund um die Welt kann man sich sicher sein, niemals allein zu sein – ganz gleich, an welchem Fleck der Erde sich die beiden Räder in den Asphalt beißen mögen. Das ist der einzigartige GS Spirit. Faizal ist überzeugt: Die Welt per Motorrad zu entdecken, ist ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. „Ich habe oft erzählt, dass Reisen mein Leben verändert hat – jetzt weiß ich jedoch, es ist vielmehr die GS, die mein Leben und auch die Art und Weise, wie ich meine gesamte Zukunft geplant hatte, grundlegend auf den Kopf gestellt hat.“

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Eine echt starke Gemeinschaft.

Auch wenn zwischen Südasien und der Zentrale von BMW Motorrad in Deutschland etliche Breitengrade liegen, gibt es in dieser Weltregion eine äußerst starke GS Community. Dies ist nicht zuletzt so abenteuerlustigen Bikern wie Faizal, Prasit Aphiphunya und Jeffrey „JJ“ Polnaja zu verdanken, die vor Kurzem in Zusammenarbeit mit Horizons Unlimited das weltweit erste World Traveller Meeting in Indonesien organisierten. Jeffrey riss auf seinem „Ride for Peace“ durch 97 Länder mit seiner BMW R 1150 GS Adventure ganze 420.000 km runter – hat aber immer noch nicht genug. Die Straße ruft ihn nun noch stärker als je zuvor: Um ein Zeichen zu setzen und sozusagen „die Welt an einer Steppnaht zusammenzuschweißen“, plant er eine Reise kreuz und quer am Äquator entlang. Für dieses Mammutvorhaben, das er in baldiger Zukunft in die Tat umsetzen möchte, kommt für Jeffrey natürlich nur eine BMW in Frage.

„Man könnte annehmen, dass es den meisten wohl schon genügen würde, auf einer Reise rund um den Erdball nahezu eine halbe Million Kilometer zu absolvieren, aber durch die Organisation des allerersten HU World Traveller Meetings in Indonesien und die vielen Begegnungen mit all den anderen Abenteuerreisenden bekam ich unglaublich Lust auf weitere Entdeckungen auf dem Landweg“, sagt der 55-Jährige, den so schnell nichts bremsen kann. „An unserem Treffen auf der Insel Sumbawa nahmen viele Biker wie Faizal Sukree teil, darunter auch der von BMW Motorrad unterstützte Andy Dukes, der einen Vortrag über seine Odyssee rund um die Welt hielt, auf der er seine beiden Leidenschaften – Motorräder und das Laufen –miteinander verband (www.themarathonride.com ). Auch Norman und Maggie Magowan, die die Welt auf zwei leuchtend gelben 2002 BMW F 650 GS umrunden, waren dort. Bei all den Begegnungen mit solchen Bikern wird man vom Reisefieber regelrecht angesteckt und ertappt sich schon bald dabei, sein eigenes nächstes Abenteuer zu planen – dazu sind solche Treffen schließlich da.”

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