Von Rekorden und Rennen – und noch mehr Rekorden.

Neue Konstruktionen führen zu sportlichen Erfolgen der BMW Motorräder.

Die Ingenieure haben in den 1930er Jahren nicht nur die Leistungsentwicklung im Sinn, sondern führen beispielsweise die hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel und den aufwendig konstruierten OHV-Boxermotor ein – mit einzigartigen Folgen und Erfolgen. 

Eine komplette Neukonstruktion von Rudolf Schleicher ist die BMW R 5 von 1936-37. Mit 24 PS bei 500 ccm ist sie auch dank des günstigen Gewichts eines der sportlichsten Motorräder der damaligen Zeit. Die BMW R 5 hat einen Motor mit Tunnelgehäuse, zwei Nockenwellen, Fußschaltung am Getriebe, einen Rohrrahmen aus nahtlos gezogenen und elektrisch verschweißten konischen Ovalrohren, eine verstellbare Dämpfung an der Teleskopgabel und Fußrasten statt der bis dahin üblichen Trittbretter. 

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Die erste hydraulische Teleskopgabel.

Bei der R 12 und der R 17 hat BMW als weltweit erster Motorrad-Hersteller in der Serienfertigung die bisherige Blattfedergabel durch eine hydraulisch-gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel ersetzt. Dieses Prinzip von 1935, das bis heute bei fast allen Motorrädern angewandt wird, wurde zuvor im Rennsport erfolgreich eingesetzt: Bei Geländewettbewerben, Berg- und Rundstreckenrennen sowie nicht zuletzt bei Ernst Hennes Weltrekordfahrten besteht die innovative Technologie ihre Feuerprobe. 

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Schnellster Mann auf zwei Rädern.

Schnellster Mann auf zwei Rädern.

Ernst Henne versucht mit den 108 PS aus der neusten 500-ccm- Kompressormaschine auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord. Das Motorrad ist komplett verkleidet, aerodynamische Erkenntnisse sollen die entscheidenden Verbesserungen bringen. Das Ergebnis ist atemberaubend: Mit 279,5 km/h wird Ernst Henne zum schnellsten Mann auf zwei Rädern. Der Weltrekord vom 28. November 1937 hat 14 Jahre Bestand. 

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Schorsch Meier, der "Gusseiserne".

Schorsch Meier, der "Gusseiserne".

Er sorgt mit der 65 PS starken BMW Kompressormaschine auf den Rennstrecken Europas für Furore. Die Bilanz spricht für sich: 1938, in seiner ersten Saison, gewinnt der BMW Werksfahrer Georg Meier die Europameisterschaft. 1939 macht Georg "Schorsch" Meier, in den Wochenschauen damals schon "der Gusseiserne Meier" genannt, international noch größere Schlagzeilen: Als erster Nicht-Brite auf einer ausländischen Maschine kann er die legendäre "Senior Tourist Trophy" auf der Isle of Man für sich entscheiden – ein weiterer Sieg für BMW.

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DIE MOTORRÄDER DER 1930ER JAHRE

1931: R 2.

1931: R 2.

Die R 2 weiß mit einem neuen Einzylinder-Motor für die führerscheinfreie 200-ccm-Klasse in einer leichteren Version des Pressstahlrahmens zu überzeugen. Erstmalig gibt es am Hinterrad eine Trommelbremse.

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1932: R 4.

1932: R 4.

Die R 4 ist die hubraumstärkere Einzylinderversion im verstärkten R 2-Fahrgestell, gedacht als Behörden- und Geländesportmodell. Der nach rechts versetzte Kurbeltrieb ermöglicht einen geradlinigen Kraftfluss zum Hinterrad.

 

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1935: R 12.

1935: R 12.

Mit der R 12 erscheint die erste hydraulisch gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel im Motorrad. Diese bringt gegenüber der bisherigen Blattfeder-Schwinge eine erhebliche Verbesserung im Komfort und in den Fahreigenschaften. Im unveränderten Pressstahlrahmen sitzt ein Seitenventil-Motor, der wahlweise mit einem SUM- oder zwei Amal-Vergasern geliefert wird. Neu für die Boxer-Modelle sind das Viergang-Getriebe und die Trommelbremse im Hinterrad anstelle der bisherigen Kardanbremse.

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1935: R 17.

1935: R 17.

Das Sportmodell: die R 17 mit dem leistungsstarken OHV-Motor (oben hängende Ventile). Mit diesem ist sie in der Lage, eine unglaubliche Spitzengeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern zu erreichen. 

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1936: R 5.

1936: R 5.

Die R 5 ist eine komplette Neukonstruktion von Rudolf Schleicher mit einem Motor mit Tunnelgehäuse, zwei Nockenwellen, einer Fußschaltung am Getriebe, einem Rohrrahmen aus nahtlos konisch gezogenen Ovalrohren, verstellbarer Dämpfung an der Teleskopgabel und Fußrasten statt Fußbrettern. 

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1938: R 51.

Quelle: BMW Group Archiv; Fotograf: BMW Werkfoto.

1938: R 51.

Der neue Rohrrahmen erfährt durch den Anbau einer Geradweg-Hinterradfederung eine entscheidende Verbesserung. Die Teilnahme des Konstrukteurs Alexander von Falkenhausen an der Sechstagefahrt überzeugt schließlich auch die breite Masse von dieser technisch beeindruckenden Innovation.

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1938: R 66.

1938: R 66.

Der neue Rohrrahmen erfährt durch den Anbau einer Geradweg-Hinterradfederung eine entscheidende Verbesserung. Das neue Topmodell R 66 erhält einen vom R 6-Aggregat abgeleiteten OHV-Sportmotor und erreicht damit eine Spitzengeschwindigkeit von sagenhaften 145 km/h.

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Die weiteren Dekaden

  • 1920er Jahre.
    Der Grundstein ist gelegt.

    Auf der Berliner Automobilausstellung im September 1923 fällt der Startschuss für den Bau von BMW Motorrädern: Die R 32 ist das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, entwickelt von Max Friz. Charakteristisch für den Hersteller wird der heute weltbekannte Boxermotor. 

  • 1940er Jahre.
    Mit Pioniergeist geht es weiter.

    Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung. Zunächst bauen die Bayern mit der R 24 ein auf 250-ccm beschränktes Einzylinder-Motorrad.  

  • 1950er Jahre.
    Zurück an die Spitze.

    Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt. BMW erreicht mit einer Serienmaschine beachtliche Spitzengeschwindigkeiten, zudem  gewinnen die Fahrer von Motorrad-Gespannen Weltmeistertitel.

  • 1960er Jahre.
    Der Aufschwung.

    In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause – und Berliner Luft in die Reifen. Passend zum wiedereinsetzenden Zweirad-Boom fertigt BMW dort mit den /5-Modellen eine komplett neu entwickelte Baureihe.

  • 1970er Jahre.
    Schutz vor Wind und Wetter.

    Eine neue Ära wird eingeleitet: Cockpit- und Vollverkleidungen machen das Fahren auf dem Motorrad komfortabler. Es entstehen sportliche Reisemotorräder. Insbesondere die R 90 S gilt als gefragter Designklassiker – nicht zuletzt wegen seiner aufwendigen Zweifarbenlackierungen. 

  • 1980er Jahre.
    Neue Technik, neues Segment.

    Der Motorradbauer überrascht mit wegweisenden Innovationen und dem neuen Segment der Reise-Enduros. Nach der revolutionären Einarmschwinge von 1980 wird 1987 das BMW Paralever System in der R 100 GS vorgestellt. 

  • 1990er Jahre.
    Vorreiter, Trendsetter.

    Der neue Vierventil-Boxer mit elektronischem Motormanagement und das BMW erste Einzylinder-Motorrad seit 1966 kommen in den 1990er Jahren auf den Markt. Außerdem bietet BMW Motorrad im Frühjahr 1991 als weltweit erster Motorradhersteller einen geregelten Drei-Wege-Katalysator für Motorräder an. 

  • 2000er Jahre.
    Sportlicher und dynamischer denn je.

    Etliche neue Modelle und technische Innovationen sorgen bei BMW Motorrad für Wachstum: die neue K-Baureihe geht jetzt mit einem quer eingebauten Motor an den Start; und die neu entwickelte F-Modellreihe befeuert das Segment der Mittelklasse-Maschinen. Ende des Jahrzehnts führt BMW Motorrad eine der wichtigsten Neuerscheinungen auf dem Markt ein – mit der S 1000 RR betritt die Marke erstmals das Parkett der Supersportler.

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