Der Grundstein ist gelegt.

Max Friz entwirft die R 32.

Auf der Berliner Automobilausstellung im September 1923 fällt der Startschuss für den Bau von BMW Motorrädern: Die R 32 ist das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, entwickelt von Max Friz. Charakteristisch für den Hersteller wird der heute weltbekannte Boxermotor. 

Der Urvater des Antriebskonzepts der Boxer.

Der Urvater des Antriebskonzepts der Boxer.

Initialzündung für das BMW Motorrad ist eine Begebenheit vom 2. Januar 1917: An diesem Tag nimmt der 33-jährige Diplom-Ingenieur Max Friz seine Arbeit bei BMW auf. Jedoch scheint nach dem Verbot des Baus von Flugzeugen und Flugmotoren durch den Vertrag von Versailles am 28. Juni 1919 die Existenz von BMW in Frage gestellt. Doch Max Friz, inzwischen BMW Chefkonstrukteur, wendet sich mit vollem Einsatz dem Thema Motorrad zu. Noch im Dezember 1922, kaum mehr als vier Wochen nach Auftragserteilung, hat Friz das erste BMW Motorrad im Originalmaßstab aufs Reißbrett gebracht. Herzstück ist neue Antriebskonzept des BMW Boxermotors. 

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Die R 37 öffnet die Tore zum Rennsport.

Die R 37 öffnet die Tore zum Rennsport.

Das BMW Boxer-Konzept wird mit einer hohen Qualität sowie solider und leistungsstarker Technik realisiert, die BMW aus dem Flugzeugbau in die Motorradproduktion übernommen hat. Der BMW Boxer avanciert bald zum optimalen Ausgangsmodell für den professionellen Rennsport, der maximale Anforderungen an Material und Technologie stellt. Natürlich wird hierzu an der serienmäßigen Leistung der R 32 von 8 PS etwas gefeilt. Rudolf Schleicher, selbst aktiver Motorradsportler und seit 1923 als Diplom-Ingenieur bei BMW, nimmt das Projekt in Angriff. Er konstruiert einen Stahl-Zylinder mit einem neuen Leichtmetall-Zylinderkopf mit hängenden Ventilen. Die R 37 von 1925 bringt es mit ihren 500 ccm und 16 PS bereits auf die doppelte Leistung des Vorgängermodells.    
 

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Das schnellste Motorrad der Welt.

In den Grundzügen ist es immer noch das Modell des Herrn Schleicher, mit dem 1929 der absolute Geschwindigkeitsrekord gebrochen wird. Nach technischen Modifikationen – unter anderem der Aufladung des Motors mittels Kompressor – ist es am 19. September 1929 soweit: Ernst Henne schießt mit 216 km/h über die Ingolstädter Landstraße nördlich von München – heutzutage auf 50 km/h beschränkt – und übertrifft den bisherigen Weltrekord damit um 10 km/h. Im Laufe der nächsten Jahre gelingt es Henne im Wechsel mit englischen und italienischen Rennfahrern immer wieder, neue Weltrekorde zu erfahren. 

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DIE MOTORRÄDER DER 1920ER JAHRE

1923: R 32.

1923: R 32.

„Das erste BMW Motorrad entsteht unter Verwendung des bisher an andere Hersteller gelieferten Zweizylinder-Viertakt-Boxermotors. Dieser wird für den Quereinbau modifiziert und mit einem direkt angeblockten Dreigang-Getriebe versehen. Anstelle eines verschleißanfälligen Kettenantriebs wird die Kraft des Antriebs über eine Kardanwelle zum fettgefülltem Kegelradgehäuse am Hinterrad geführt. Die längsverrippten Zylinder werden mit den Zylinderköpfen in einem Stück gegossen und weisen stehende Ventile auf. 

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1925: R 37.

1925: R 37.

Im unveränderten Fahrgestell der R 32 mit Blattfeder-Vorderradschwinge, Trommelbremse vorn und Keilklotzbremse hinten, sitzt nun ein neuer Sportmotor. Fertig ist die R 37. Sie weist hängende Ventile in den verkapselten Aluminiumzylinderköpfen auf, letztere sind übrigens eine Weltneuheit im Serien-Motorradbau. 

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1925: R 39.

1925: R 39.

Die erste BMW Einzylindermaschine: die R 39. Als Sportmodell konzipiert, überzeugt sie mit 6,5 PS aus 250 ccm im verkürzten Fahrgestell der R 32. Motor und Zylinder sind in einem Stück gegossen, zudem verzögert bei der R 39 erstmals eine Außenbackenbremse am Kardanflansch anstelle der bisherigen Klotzbremse.

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1928: R 63.

1928: R 63.

Für das 750 ccm Modell wird der R 57 Motor auf 83 mm aufgebohrt – in bewährter Manier längs eingebaut mit querstehenden Zylindern zur Verbesserung der Kühlung. Sie ist mit einer Leistung von 24 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h Ende der 1920er Jahre das sportlichste BMW Modell.  

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1929: R 11.

1929: R 11.

Bei der R 11 ersetzen Pressstahlprofile für Rahmen und Gabelholme die bisher gemufften und verlöteten Rohre. Speziell im Gespannbetrieb macht sich die Stabilität der neuen Rahmen positiv bemerkbar. Zudem wirken die Motorräder nun wuchtiger, das Ausland spricht mit Respekt von der „Deutschen Schule“ des Motorradbaus. BMW betreibt akribische Modellpflege, von der R 11 gibt es fünf Serien.    

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1929: R 16.

1929: R 16.

Im neuen Fahrgestell gibt es auch wieder einen Sportmotor, der ab den 30er Jahren mit zwei Vergasern ausgestattet wird, und dann über 33 PS leistet. 

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Die weiteren Dekaden

  • 1930er Jahre.
    Von Rekorden und Rennen.

    Die Ingenieure haben in den 1930er Jahren nicht nur die Leistungsentwicklung im Sinn, sondern führen beispielsweise die hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel und den aufwendig konstruierten OHV-Boxermotor ein – mit einzigartigen Folgen und Erfolgen.

  • 1940er Jahre.
    Mit Pioniergeist geht es weiter.

    Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung. Zunächst bauen die Bayern mit der R 24 ein auf 250-ccm beschränktes Einzylinder-Motorrad.  

  • 1950er Jahre.
    Zurück an die Spitze.

    Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt. BMW erreicht mit einer Serienmaschine beachtliche Spitzengeschwindigkeiten, zudem  gewinnen die Fahrer von Motorrad-Gespannen Weltmeistertitel.

  • 1960er Jahre.
    Der Aufschwung.

    In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause – und Berliner Luft in die Reifen. Passend zum wiedereinsetzenden Zweirad-Boom fertigt BMW dort mit den /5-Modellen eine komplett neu entwickelte Baureihe.

  • 1970er Jahre.
    Schutz vor Wind und Wetter.

    Eine neue Ära wird eingeleitet: Cockpit- und Vollverkleidungen machen das Fahren auf dem Motorrad komfortabler. Es entstehen sportliche Reisemotorräder. Insbesondere die R 90 S gilt als gefragter Designklassiker – nicht zuletzt wegen seiner aufwendigen Zweifarbenlackierungen. 

  • 1980er Jahre.
    Neue Technik, neues Segment.

    Der Motorradbauer überrascht mit wegweisenden Innovationen und dem neuen Segment der Reise-Enduros. Nach der revolutionären Einarmschwinge von 1980 wird 1987 das BMW Paralever System in der R 100 GS vorgestellt. 

  • 1990er Jahre.
    Vorreiter, Trendsetter.

    Der neue Vierventil-Boxer mit elektronischem Motormanagement und das BMW erste Einzylinder-Motorrad seit 1966 kommen in den 1990er Jahren auf den Markt. Außerdem bietet BMW Motorrad im Frühjahr 1991 als weltweit erster Motorradhersteller einen geregelten Drei-Wege-Katalysator für Motorräder an. 

  • 2000er Jahre.
    Sportlicher und dynamischer denn je.

    Etliche neue Modelle und technische Innovationen sorgen bei BMW Motorrad für Wachstum: die neue K-Baureihe geht jetzt mit einem quer eingebauten Motor an den Start; und die neu entwickelte F-Modellreihe befeuert das Segment der Mittelklasse-Maschinen. Ende des Jahrzehnts führt BMW Motorrad eine der wichtigsten Neuerscheinungen auf dem Markt ein – mit der S 1000 RR betritt die Marke erstmals das Parkett der Supersportler.

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